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Bildung und Empowerment

Am Beispiel der Initiative Intersektionale Pädagogik (i-Päd): i-Päd wird 2011 von Pädagog*innen of Color gegründet und setzt sich für das Empowerment von Schüler*innen im Zusammenhang mit Bildung ein.

Eine Methode, die i-Päd benutzt, um einen Überblick zu verschiedenen
Kategorien zu geben, Begriffe zu erklären und Intersektionalität
visuell darzustellen, ist die Schaufensterpuppe Deniz ©i-Päd

Die Initiative Intersektionale Pädagogik (i-PÄD) ist ein Projekt des Migrationsrates Berlin-Brandenburg. i-PÄD setzt sich dafür ein, dass verschiedene Lebensrealitäten auch in der pädagogischen Arbeit repräsentiert werden, so dass Kinder und Jugendliche sich in den Lehrmaterialien wiederfinden und ihr Leben und das Leben anderer als Normalität wahrnehmen können.

Jeder Mensch hat eine Geschlechtsidentität, die mit gesellschaftlichen Erwartungen belegt ist. Wir alle unterliegen Zwängen – einige Menschen gehen konform und merken sie deswegen nicht.

Jeder Mensch hat eine Weltanschauung. Vielleicht entspricht sie zu dieser Zeit an diesem Ort einer dominanten Überzeugung und wird deswegen als ›neutral‹ wahrgenommen.

Jeder Körper eines Menschen ist anders und in seiner Individualität besonders. Viele erleben die gesellschaftlichen Ideal- und Normvorstellungen von Aussehen und Geschlecht als Einschränkung und nicht als Bereicherung.

Jeder Mensch hat ein Lebensalter und wird Zeit seines Lebens Diskriminierung als ›zu jung‹ oder ›zu alt‹ erfahren.

Nur weil wir Diskriminierung nicht wahrnehmen, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt. Es gibt keine neutralen Menschen! Diskriminierung ist ein Thema, das alle Menschen angeht!

Tuğba Tanyılmaz – *1984, Erzieherin, Sozialarbeiterin, Initiative intersektionale Pädagogik (i-Päd), Aktivistin – berichtet von ihrer Arbeit an Berliner Schulen, die zum Ziel hat, Jugendliche zu stärken.