DISSOLVING TERRITORIES | kulturgeographien eines neuen eelams 3

»DISSOLVING TERRITORIES« beschäftigt sich mit Fragen von Exil, Vertreibung und Staatenlosigkeit aus einer gezielt eelam-tamilischen Perspektive. In dieser Reihe wird versucht, diese Lebensrealitäten und Erfahrungen in den Mittelpunkt zu rücken; Lebenswelten, die seit jeher sowohl innerhalb, als auch außerhalb Deutschlands ignoriert, deplatziert und zum Schweigen gebracht wurden. Mit dieser Reihe werden die alltäglichen Erinnerungs- und Widerstandskulturen von Eelam Tamil:innen betrachtet und der Versuch unternommen, sowohl territoriale und kulturgeographische Fragen zu erörtern, als auch lokale Mythen rund um die Themen Flucht und Widerstand in Deutschland zu dekonstruieren.

Dies ist die Dokumentation der ersten Veranstaltung der dritten Saison von »Dissolving Territories«, die dem Aspekt der Solidarität zwischen verschiedenen unterdrückten und staatenlosen Völkern gewidmet ist: es werden eelam-tamilische und kurdische Perspektiven zusammengebracht und hier explizit auf Schnittstellen in Bezug auf Erfahrungen im (deutschen) Exil eingegangen.

Digitale Landschaften

Welche Rolle spielt das Internet im Kontext für Staatenlosigkeit und Exil? Wie werden soziale Medien von staatenlosen Menschen und Exilant:innen genutzt? Welches Potential birgt das Internet für Menschen, die physisch voneinander getrennt leben? In welcher Beziehung stehen digitale Räume zu physischen Realitäten? Und wo sind potentielle Grenzen der Digitalisierung?

In dieser Veranstaltung beschäftigten wir uns mit digitalen Territorien und Entwicklungen im Kontext von Staatenlosigkeit und Exil. In diesem Zusammenhang sprachen wir mit Duygu Örs, Elif Küçük und Sinthujan Varatharajah.

Zum Video Dissolving Territories

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Die Reihe »Dissolving Territories« wurde gemeinsam von Iris Rajanayagam und Sinthujan Varatharajah initiiert und konzipiert. In der dritten Saison freuen wir uns Elif Küçük mit dabei zu haben, die sowohl konzeptionell/inhaltlich, als auch in der künstlerischen Begleitung mitwirkt.

Sinthujan Varatharajah ist politische*r Geograf*in, Essayist*in und Forscher*in in Berlin. Varatharajahs Arbeit konzentriert sich auf Geografien von Macht, Vertreibung und Staatenlosigkeit. 2020 war Varatharajah mit der Ausstellung “wie man* eine arche bewegt” Teil der 11. Berliner Biennale für Zeitgenössische Kunst. Im Frühjahr 2022 erscheint Varatharajahs erstes Buch bei Hanserblau.

Elif Küçük ist eine visuelle Künstlerin und Art Direktorin aus Berlin. Sie arbeitet mit den Mitteln der Foto- und Videografie, der digitalen Illustration und Animation. Im Fokus ihrer Arbeit stehen visuelle Auseinandersetzungen mit Zärtlichkeit, Solidarität und Widerstand. Seit Oktober 2020 arbeitet sie als Editorial Designerin bei ZEIT ONLINE, im Ressort ze.tt.


»Dissolving Territories« Teil III findet in Kooperation mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und im Rahmen des LADS geförderten Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.

Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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