the living archive
the learning diaspora space

Die online Plattform zur Dokumentation, Archivierung und Weitergabe von Wissen aus und für BIPoC Communities.

Was ist The Living Archives?

Die Plattform The Living Archives hat drei Schwerpunkte:

  1. Dokumentation,
  2. Archivierung und
  3. Weitergabe

 

von Wissen, welches in BIPoC Communities entstanden ist. Gleichzeitig ist dies ein Lernportal um dieses Wissen innerhalb dieser Communities zu teilen, zu ergänzen und weiterzugegeben.

Ziel ist es gebündelt (verlorene und/oder gelöschte) Inhalte und Wissen, das innerhalb von BIPoC Kontexten generiert wird/wurde, festzuhalten und für diese Communities zugänglich zu machen. Auf der Seite werden sich aktuelle Diskurse und Themen abbilden. Hierbei werden historische Rückbezüge auf Erzählungen und Wissen (Texte, Oral History, Bilder etc.) eine Zentrale Rolle spielen und entsprechende Inhalte in diesem Zusammenhang punktuell auch auf der Seite zu finden sein. Die Seite wird im Laufe 2021 stetig mit neuen Inhalten gefüllt, die kollaborativ und im Rahmen der Arbeit von xart splitta generiert werden.

xart splitta versteht The Living Archives als „Resistant Knowledge Project“ (Patricia Hill Collins – dt.: „Widerstands Wissensprojekt“). Archivierung, Dokumentation und das Teilen von Wissen wird in diesem Kontext als dekoloniale Handlung verstanden. Das Konzept des Archives wird hier in Hinblick auf den kolonialen, rassistischen Entstehungskontext neu- bzw. umdefiniert und als Mittel des „Gegenerzählens“ verwendet. Die Seite wird ein ständiges Work in Progress bleiben und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Akteur*innen aus unseren Communities in der weiteren Gestaltung.

Wenn Ihr Fragen, Anregungen, Kommentare oder sonstiges Feedback habt, meldet euch gerne unter: contact@thelivingarchives.org.

Unseren Flyer findet ihr zum download hier.

Wir möchten uns ganz herzlich bei der Bundeszentrale für politische Bildung für die finanzielle Unterstützung, die dieses Projekt ermöglicht hat, bedanken. An dieser Stelle insbesondere bei Peggy Piesche für die Begleitung, die wichtigen Impulse und die Unterstützung in der Anfangsphase des Projektes.

Peggy Piesche
Foto credits: Deborah Moses Sanks

Es ist mir eine große Freude im Namen der Bundeszentrale für politische Bildung dem Projekt “The Living Archives” zum Start in die digitale wie analoge Welt alles Gute zu wünschen. 

Wenn wir uns fragen, wer wir sind und wie wir leben wollen, befragen wir zuerst unsere Archive, die lebendig und beständig mit uns sind. Diese sind keineswegs verstaubte Asservatenkammern, sondern ein kollektives Wissen, dass sich auch und vor allem durch Erinnerungen bildet, informiert und schließlich neu inspiriert. Wenn Menschen (sich) danach be/fragen, wer sie sind und wie sie leben wollen, suchen sie nach Ansprachen, die ihre kollektive Lebenserfahrung wiederspiegelt. Darum ist es so wichtig, dass Orte gestaltet werden, die Erinnerungsarbeit so ausrichtet, dass sie intersektional und unserer gesellschaftlichen Diversität entsprechend Angebote gerade auch an BPOC Communities machen. Es ist vor allem das zivilgesellschaftliche Engagement von BPOC-NGOs und Bildungsträger*innen wie xart splitta, die so intersektionale politische Bildungsangebote schaffen. 

Das Projekt „The Living Archives“ re_zentriert nicht nur das, was wir unter Erinnerung verstehen, es nimmt auch eine Fokusverschiebung vor und macht es möglich, dass plurale Wege kollektiver Geschichten erzählt und erinnert werden können. Damit zeigt das Projekt, wie eine kollektive BPOC-Erinnerungsgestaltung aussehen kann: polylogisch, diasporisch verbunden und bewegungsgeleitet. Dies ist auch für die bpb zentrales Anliegen. Politische Bildungsarbeit bildet eine wesentliche Grundlage für Erinnerungsgestaltung und -politik und muss heute rassismus- und diskriminierungskritisch, divers und intersektional sein. Sonst wird sie wieder und weiter Ausschlüsse zu re_produzieren. Projekte wie diese schaffen buchstäblich Räume, in denen die kollektiven Geschichten von BPOC-Communities erzählt und an junge Generationen weitergegeben werden können. Sie hinterfragen bestehende Deutungsperspektiven und öffnen so auch unsere gesellschaftliches Narrativ zu den oben genannten Fragen. Als bpb unterstützen wir solche Arbeit und wollen Partner*in sein für eine rassismus- und diskriminierungskritische, intersektionale politische Bildungsarbeit.

Peggy Piesche, bpb

D.I.D – Diversität.Intersektionalität.Dekolonialität