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Normen

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Norm (normativ)

Eine Norm ist, was gesellschaftlich als selbstverständlich und normal empfunden wird. Auf Grund dieser Selbstverständlichkeit ist es unnötig, diese weiter zu benennen, anstelle dessen werden die „Abweichungen” von der Norm genannt. So wird eher benannt, wenn jemand Schwarz ist, als dass jemand weiß ist, weil weiß als Norm gesetzt ist. Es wird öfter Homosexualität benannt, als Heterosexualität, weil diese als eben diese Selbstverständlichkeiten wahrgenommen werden.

Normen prägen unser gesamtes soziales Gefüge. Sie treten in Verhaltensmustern und Erwartungen auf, die von außen auferlegt und ständig (re)produziert werden. Sie beeinflussen Architektur, indem normierte Häuser für Menschen ohne Behinderung gebaut werden. Sie machen es möglich, dass in Medien Cis-Sein nicht benannt werden muss. Alles ist darauf ausgerichtet, dieser konstruierten Norm zu entsprechen und sie zu repräsentieren, obwohl diese nicht die Realität der Gesellschaft darstellt. Für viele Menschen ist es eine schmerzhafte Erfahrung die Gesellschaft nicht nach ihren Bedürfnissen ausgerichtet zu wissen und mit den Konsequenzen jeden Tag aufs Neue umgehen zu müssen.

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