Umkämpfte Erinnerungen – Erinnerungskultur in einer Migrationsgesellschaft

In Kooperation mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße e. V.

Ein Podiumsdiskussion mit Anita Awosusi (RomaniPhen e.V.), Aziz Dziri (Initiative #WoIstUnserDenkmal), Saraya Gomis (EACH ONE TEACH ONE (EOTO) e.V.), Nataly Jung-Hwa Han (AG “Trostfrauen” im Korea-Verband e.V.) und moderiert von Iris Rajanayagam.

Das Jahr 2020 rückte die seit Jahrzehnten bestehenden, vielfältigen Kämpfe um Erinnerungskultur, Deutungshoheit und Gedenkorte in einer Migrationsgesellschaft ein weiteres Mal in den Mittelpunkt. Der Widerstand gegen die Fremdbestimmung durch die Logiken einer weiß-deutsch dominierten Erinnerungskultur zeugt von einem lauten, selbstbestimmten und solidarischen vergangenem Jahr.
Das zeigen u. a.:

  • Die Demonstration „Wir sind die Friedensstatue“ am 25. November 2020 der AG „Trostfrauen“ im Korea Verband zum Erhalt der Statue in Moabit,
  • die Protestaktion am 13. November 2020 zum Schutz des Mahnmals, Denkmals in Gedenken an die ermordeten Sinti und Roma Europas,
  • die Initiative #WoIstUnserDenkmal mit dem im September 2020 in einem Akt der Selbstermächtigung errichteten Mahnmal in Gedenken an die Opfer rassistischer Gewalt und Polizeigewalt am Oranienplatz in Kreuzberg,
  • die Kämpfe um ein Aufarbeitungskonzept zu Berlins kolonialer Vergangenheit und der jährlich vom Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin organisierte Gedenkmarsch zu Ehren der afrikanischen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und Rassismus am 29. Februar 2020.

Wir wollen auf Gemeinsamkeiten von Erfahrungen, Kämpfen und Erfolgen eingehen. Wir wollen die Frage nach der demokratischen Legitimation von bestehenden Verfahren und Strukturen in einer Migrationsgesellschaft stellen. Die Auseinandersetzung mit den Strukturen von Erinnerungskultur ist eng mit den Kämpfen um Sichtbarkeit, Repräsentanz und Anerkennung verbunden.

Gemeinsam mit Initiativen haben wir die Notwendigkeit gesehen, einen Raum zu schaffen, in dem wir diese Kraft und diesen Widerstand zusammenbringen, thematisieren und sichtbar machen.


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Diese Veranstaltung findet im Rahmen des von der LADS geförderten Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.